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Für die Zukunft wünsche ich mir eine gute Zeit mit meiner Kleinen

Was für andere Eltern mit Kindern ganz normaler Alltag ist, mussten wir, meine Tochter und ich, erst auf einem langen Weg erlernen und wir sind noch nicht angekommen. Aber Dank des Hauses Atemzeit und vielen lieben Mitarbeiter ist es uns möglich gewesen, uns in einer besonderen Lebenssituation zurecht zu finden.

Mein Name ist Joana. Wie andere Mütter auch, hatte ich in den ersten drei Wochen meiner Schwangerschaft mit starker Übelkeit zu kämpfen. Danach verlief alles ganz normal, bis im März die Wehen einsetzten und es bei der Geburt zu Komplikationen kam. Während der neun Monate hatte ich mich ausführlich über alles informiert und für mich war es selbstverständlich, dass ich ein gesundes Kind zur Welt bringen, eine normale Geburt erleben würde.

Heute weiß ich, dass dem nicht so ist. Auf das was geschah, war ich völlig unvorbereitet. Die Frage nach dem „Warum“, stelle ich mir nicht mehr. Die Erinnerung an die Geburt und die weiteren Ereignisse, machen mich immer noch sehr traurig. Emilia leidet durch den Sauerstoffmangel bei der Geburt an einer schweren Epilepsie und ist mehrfach Schwerstbehindert. Trotz all dem, bin ich sehr froh, meine Tochter Emilia in meinem Leben zu haben!

Nachdem mein Kind und ich die Klinik verlassen durften, wurden wir in das Haus Atemzeit verlegt. Hier konnte ich mich das erste Mal wohlfühlen, da hier eine ganz andere Atmosphäre herrscht als in der Klinik. Die Mitarbeiter waren sehr aufmerksam, immer für mich und meine Tochter da. Hier hatte ich die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, sodass ich das Krankheitsbild kennenlernen konnte und die Therapiemöglichkeiten meiner Tochter einzuschätzen wusste. So kann ich ihr in Krisen weiterhelfen und diese Frühzeitig erkennen.

Das Gefühl, selber handeln zu können und sie damit aktiv zu unterstützen, macht mich sehr glücklich. Von dem guten Tagesablauf, den wir uns angewöhnt haben und der erlernten Struktur, profitiere ich zu Hause sehr. Damit Emilia sicher ist, muss alles organisiert und allzeit griffbereit sein. Wir hatten eine gute Zeit im Haus Atemzeit und haben uns aufgehoben gefühlt. Dennoch bin ich sehr glücklich darüber, nach einem ¾ Jahr zwischen Kliniken, Rehabilitation und dem Haus Atemzeit zu Haus angekommen zu sein. Unsere Welt dreht sich jetzt langsamer, ich nehme ganz andere Dinge wahr und mich beschäftigen ganz andere Themen, als alle anderen Mütter mit Kindern im gleichen Alter. Wenn wir gemeinsam in der Küche sind, und Emilia in ihrem Therapiestuhl neben mir sitzt, dann ist das besonders schön für mich, es fühlt sich so normal an. Ich bin sehr froh Emilia zu haben, jedoch würde ich manchmal gerne an der Welt der „anderen Mütter“ teilnehmen.

Für die Zukunft wünschen ich mir eine gute Zeit mit meiner Kleinen, dass wir möglichst lange zu Hause sein können, ohne in die Klinik zu müssen. Dafür habe ich viel getan und so viel gelernt.

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