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Praxiseinsatz im Haus Atemzeit

Sie sind die Zukunft in der Pflege

Zu unserem Glück dürfen wir immer wieder Pflegefachkräfte in der Ausbildung in unserem Haus begrüßen. Während ihrer schulischen Ausbildung verbringen sie einen Praxiseinsatz bei uns und nun lassen wir sie hier selbst zu Wort kommen:

 

Jonas über seine Erfahrungen bei uns …

In der Vergangenheit habe ich „nur“ meinen Job gemacht. Im Haus Atemzeit konnte ich aber eine völlig andere Welt des Arbeitens kennenlernen. Das geschenkte Vertrauen und jedes Lächeln der Kinder ist etwas ganz besonders für mich. Abdul, der an der Schmetterlingskrankheit erkrankt ist, liegt mir sehr am Herzen. Die intensive Versorgung, das Wahrnehmen von kleinen Fortschritten, aber auch der Umgang der Mitarbeiter mit Rückschritten und die ständige Anpassung der Versorgung, um dem entgegen zu wirken, haben mich sehr beeindruckt.

Auch Kevin berichtet über seinen Einsatz …

Derzeit befinde ich mich kurz vor dem Eintritt in das 3. Lehrjahr zum Pflegefachmann. Meinen pädiatrischen Pflichteinsatz absolvierte ich im Haus Atemzeit, wo ich den ersten pflegerischen Umgang mit den kleinen Patienten näher kennenlernen durfte. Das waren meine Erfahrungen und Gedanken rund um den Einsatz hier:

Haus Atemzeit wird als Modellprojekt angesehen und fungiert als Zwischenstation nach dem Aufenthalt auf der Kinderstation und vor dem privaten Wohnungsumfeld. Da ich im Vorfeld keinerlei Erfahrung im pflegerischen Umgang mit den kleinen Patienten hatte, schwirrten einige Gedanken in meinem Kopf umher: Mit welchen Pflegephänomenen werde ich konfrontiert? Wie gestaltet sich die Pflegebeziehung? Welchen Stellenwert nimmt die triadische Pflege ein? Kann ich das theoretische Wissen in die Praxis umsetzen?

Der erste Tag war sehr entspannt und das Team nahm mich freundlich in Empfang. Die Vorstellung der Mitarbeiter und der kleinen Patienten sowie eine Haus-Tour wurde durchgeführt. Dieser Schritt ist bei der Integration eines neuen Mitarbeiters, vor allem als externer Schüler, enorm wichtig und hat mir ein schnelles Einleben ermöglicht.

Mit Ella wurde mir eine Praxisanleitung an die Seite gestellt, die sich sehr für meine Ausbildung engagierte. Pflichtbewusstsein und Kommunikation auf Augenhöhe wurden als Eigenschaft und Umgangsform großgeschrieben. Der Dienstplan wurde mit mir zusammen besprochen und auf individuelle Wünsche meinerseits Rücksicht genommen. Die Kollegen nahmen mich bei der Grundpflege mit, leiteten mich im Rahmen der Supervision an und gaben mir Feedback in Bezug auf meine pflegerische Arbeitsweise. Diese Herangehensweise half mir sehr ein gesundes Selbstbewusstsein im Umgang mit den kleinen Patienten zu erlangen, welches man mir auch anmerkte. Man ist auf meine Fragen eingegangen und man nahm sich Zeit mir alles ausführlich und in Ruhe zu erklären.

Meine persönlichen Highlights waren die Anwendung des Infant Handlings, der Umgang mit einer Trachealkanüle und dem dazugehörigen Sekretmanagement sowie die Krankheitslehre. Letzteres war sehr interessant, da ich mit Krankheitsbildern konfrontiert wurde, welche laut Statistik als selten angesehene werden, darunter auch die Epidermolysis bullosa. Hier wurde die Bedeutung eines individuellen Pflegeprozesses sehr deutlich. Auch der Einblick in die Pflegeplanung nach Krohwinkel hat mich beeindruckt und mich einige Dinge gelehrt.

Das erworbene Wissen ist sein Gewicht in Gold wert und ich konnte meine Kompetenzen festigen. Aber leider schreibt der Rahmenlehrplan nur einen Pflichtstundenumfang von 140 Praxisstunden vor, welche, meiner Meinung nach, viel zu wenig sind, in einem so interessanten und vielseitigen pflegerischen Versorgungsbereich.

 

 

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