Haus Atemzeit · Wölfersheim · Wetterau

Haus Atemzeit: Sicherheit für Kinder. Raum für Familien

Elzbieta Gette – Leitung Haus Atemzeit
6Plätze für beatmete Kinder

Ein Zuhause auf Zeit, in dem Kinder intensivmedizinisch versorgt werden und Familien zusammenbleiben können. Denn Kinder entwickeln sich besser, wenn sie stabile Bezugspersonen haben und sich sicher fühlen.

24/7
medizinische Betreuung
70 %
erfolgreiche Beatmungsentwöhnung
73 %
Familien bewältigen ihren Alltag selbstständig
100 %
Kostenübernahme der Krankenkassen
15 Min.
zur Kinderklinik in Gießen
Familie bleibt zusammen

Ein Haus, in dem Eltern nicht zu Besuch sind, sondern bleiben dürfen

Claudia Schlicker – Pädagogin im Haus Atemzeit
  • Kinder haben ihr eigenes Zimmer mit Terrasse – kein Vorhang zwischen zwei Betten stört die Privatsphäre (6 Plätze für beatmete Kinder).
  • Eltern sitzen nicht auf einem Besucherstuhl, sondern bekommen ebenfalls ein eigenes Zimmer.
  • Es gibt keine Besuchszeiten. Eltern dürfen so lange bleiben, wie Kinder ihre Eltern brauchen – oder Eltern ihr Kind.
  • Eltern können sich morgens in ihrer eigenen Küche Kaffee kochen und Essen vorbereiten, während ihr Kind medizinisch sicher versorgt ist.
  • Familien feiern Geburtstage, auch wenn im Hintergrund ein Gerät leise mitläuft.
  • Familien können mit ihrem Kind auf eine eigene Terrasse gehen, statt nur aus dem Klinikfenster zu schauen.
  • Geschwister können im Gemeinschaftsraum spielen.
Rund um die Uhr

Medizinische Sicherheit – rund um die Uhr

Das Haus Atemzeit ist eine ambulante Intensivpflege-Wohngemeinschaft für beatmete Kinder mit einem deutschlandweit einzigartigen Konzept:

24/7 medizinische Intensivpflege durch examinierte Fachkräfte mit Beatmungs-Weiterbildung (PflegeNest GmbH Hessen)
Point-of-Care-Diagnostik (u. a. Blutgasanalyse)
Gleichzeitige Unterbringung eines Elternteils im Haus (falls erwünscht)
Strukturierte Elternschulung im Alltag
Therapeutische und psychosoziale Begleitung der ganzen Familie
Beatmungsmanagement invasiv & nicht-invasiv

Unser Ziel ist es, Eltern so zu begleiten, dass sie ihr Kind selbstständig und sicher versorgen können.

HanseMerkur
Kinderschutzpreis
Leuchtturmprojekt
von Union Investment
Sozialpreis
Wetteraukreis
Über 80
Familien begleitet

Handlungssicherheit, die es für ein Leben zu Hause braucht

Felix Mack – Ergotherapeut im Haus Atemzeit

Eltern lernen Schritt für Schritt im echten Leben:

  • Umgang mit Beatmungs- und Monitoring-Geräten
  • Absaugen und Kanülenwechsel
  • Medikamentengabe und Ernährung (z. B. Sonde)
  • Notfallmanagement
  • Sicherheit im Alltag und unterwegs
Mehr als Medizin

Was Familien zusätzlich stärkt

Neben der medizinischen Versorgung begleiten wir Kinder und Eltern ganzheitlich:

Logopädie
Ergotherapie
Physiotherapie
Tiergestützte Therapie
mit Hunden & Pferden
Sozialpädagogische Begleitung
zur Traumaverarbeitung
Geschwisterkinder
werden aktiv eingebunden
Ein Haus für Kinder mit besonderen Bedürfnissen

„Ein Haus für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und für Eltern mit großen Fragen."

Eine persönliche Geschichte

„Was brauchen Familien wirklich, wenn sie nach Hause sollen, aber innerlich noch nicht können?"

Anett Wiese – Gründerin von Atemzeit

Genau diese Frage habe ich mir gestellt, als ich das Haus Atemzeit ins Leben gerufen habe.

Ich bin Anett Wiese, Gründerin von Atemzeit. In meiner Arbeit als Kinderkrankenschwester habe ich über Jahre unzählige schwer erkrankte und beatmete Kinder begleitet – ebenso ihre Familien, die plötzlich Verantwortung tragen sollten, auf die sie niemand vorbereitet hat.

Ich habe erlebt, wie Kinder zwar medizinisch stabil entlassen wurden, ihre Eltern jedoch innerlich voller Angst, Schuldgefühle und Unsicherheit zurückblieben. Genau hier habe ich verstanden: Pflege allein reicht nicht aus.

Mit Atemzeit habe ich einen Ort geschaffen, an dem es nicht nur um den sicheren Umgang mit Medizintechnik geht, sondern um das, was Familien wirklich brauchen: einen Ort, um Erlebnisse zu verstehen, Ängste zu verarbeiten und gemeinsam gestärkt in die Zukunft zu blicken. Einen Ort, an dem Kinder wieder Luft zum Atmen bekommen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Für wen das Haus Atemzeit der richtige Ort ist

Aufgenommen werden Kinder

meist direkt von Intensivstationen, u. a.:

  • Frühgeborene
  • Kinder mit komplex syndromalen Erkrankungen
  • Kinder mit kardio-pulmonalen Erkrankungen oder neurologischen Krankheitsbildern
  • Kinder mit invasiver oder nicht-invasiver Beatmung / Highflow

Begleitet werden Familien

die nach der Klinikentlassung Orientierung und Sicherheit brauchen:

  • Eltern, die sich im Umgang mit Beatmung, Technik und Verantwortung noch unsicher fühlen
  • Eltern, die lernen wollen, ihr Kind eigenständig zu versorgen, ohne dauerhaft abhängig von Pflegediensten zu sein
  • Familien, die eine strukturierte Vorbereitung auf das Leben zu Hause suchen
Der Unterschied

Warum das Haus Atemzeit anders ist

Pflegedienst

  • Versorgt das Kind
  • Personal wechselt regelmäßig
  • Abhängigkeit von externer Hilfe bleibt bestehen

Klinik

  • Stabilisiert im Akutfall
  • Besuchszeiten bestimmen, wann die Familie sich sieht
  • Vorbereitung auf Zuhause bleibt begrenzt

Haus Atemzeit

  • Eltern lernen, ihr Kind selbst sicher zu versorgen
  • Eltern leben im selben Haus wie ihr Kind
  • Ziel ist sichere Selbstständigkeit zuhause

Häufig gestellte Fragen

Welche Kinder kommen für eine Aufnahme infrage?
Aufgenommen werden Kinder meist direkt aus Intensivstationen, darunter Frühgeborene sowie Kinder mit kardio-pulmonalen, neurologischen oder komplex syndromalen Erkrankungen. Viele Kinder sind invasiv oder nicht-invasiv beatmet oder erhalten eine Highflow-Therapie. Voraussetzung ist eine außerklinische Behandlungspflege nach SGB V. Ziel ist die medizinische Stabilisierung, die strukturierte Beatmungsentwöhnung (Weaning) sowie die Vorbereitung der Eltern auf ein selbstbestimmtes Leben zu Hause.
Ist das Haus Atemzeit eine dauerhafte Einrichtung?
Nein. Das Haus Atemzeit ist kein dauerhaftes Wohnmodell, sondern eine strukturierte Übergangseinrichtung zwischen Klinik und Zuhause. Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach Krankheitsbild, Beatmungsverlauf und Schulungsstand der Eltern.
Wer trägt die medizinische Verantwortung?
Die medizinische Verantwortung nach der Verlegung übernimmt der behandelnde Kinderarzt Dr. Siaplaouras. Zusätzlich besteht eine Anbindung an weiterbehandelnde Kliniken, sodass eine kontinuierliche fachärztliche Begleitung gewährleistet wird. Die intensivpflegerische Versorgung im Haus erfolgt durch qualifizierte, examinierte Kinderkrankenpflege mit Beatmungsweiterbildung.
Wie läuft die Antragstellung?
Die Antragstellung erfolgt im Rahmen der außerklinischen Behandlungspflege nach SGB V. Die organisatorische Abstimmung und Kostenklärung werden strukturiert begleitet, sodass Ihr Sozialdienst entlastet wird und keine zusätzliche Koordinationslast entsteht.
Wer übernimmt die Kosten?
Die medizinische Behandlungspflege erfolgt im Rahmen der außerklinischen Intensivpflege nach SGB V und wird von der Krankenkasse übernommen. Die Unterbringung der Eltern sowie zusätzliche begleitende Angebote werden durch den gemeinnützigen Verein Atemzeit e. V. spendenfinanziert. Für euch bedeutet das: keine zusätzlichen Kosten für Pflege und Wohnen.
Können Eltern im Haus wohnen?
Ja. Das Haus ist bewusst familiär gestaltet. Ein zentrales Element des Konzepts ist die Co-Unterbringung eines Elternteils im Haus. Eltern bleiben Teil des Alltags, übernehmen schrittweise Verantwortung und lernen den sicheren Umgang mit Technik und Pflege unter realen Bedingungen.
Wie läuft die Elternschulung ab?
Eltern lernen praxisnah unter Begleitung im Alltag: den Umgang mit Beatmungs- und Monitoringgeräten, Absaugen und Kanülenwechsel, Medikamentengabe und Ernährung, Notfallmanagement und die Einschätzung von Veränderungen im Zustand des Kindes.
Wie lange bleiben die Kinder im Haus Atemzeit?
Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach dem Krankheitsbild, dem Verlauf der Beatmungsentwöhnung sowie dem Schulungsstand der Eltern. Ziel ist keine dauerhafte Unterbringung, sondern eine strukturierte Vorbereitung auf die häusliche Versorgung.
Wie unterscheidet sich das Haus Atemzeit von einer direkten Entlassung mit Pflegedienst?
Bei einer direkten Entlassung wird in der Regel primär die medizinische Versorgung organisiert. Im Haus Atemzeit werden Intensivpflege und systematische Elternbefähigung miteinander kombiniert. Eltern lernen unter realen Bedingungen, ihr Kind selbst zu versorgen. Dadurch werden Versorgungsunsicherheiten reduziert und erneute Krankenhausaufenthalte nach Möglichkeit vermieden.
Welche therapeutischen Angebote gibt es vor Ort?
Neben der Intensivpflege stehen verschiedene therapeutische und pädagogische Angebote zur Verfügung: Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, tiergestützte Therapie mit Pferden und Hunden sowie sozialpädagogische Begleitung für Kind und Familie.
Gibt es Wartelisten?
Entlasszeitpunkte aus Kliniken stehen häufig erst kurzfristig fest. Deshalb empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme zur Prüfung der Verfügbarkeit.
Was passiert im medizinischen Notfall?
Die Versorgung erfolgt rund um die Uhr durch qualifiziertes Fachpersonal. Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Kinderkliniken. Kurze Wege gewährleisten im Bedarfsfall eine schnelle Weiterbehandlung.